In der Literatur nach der Digitalisierung ist das Digitale Normalität. Es ist nicht mehr das Neue und Besondere, sondern das Alltägliche. Literatur nach der Digitalisierung ist die Literatur einer „Kultur der Digitalität“ (Stalder), in der digitale Formen über ihre unmittelbar technische Dimension hinaus grundlegend geworden sind. Der Vortrag demonstriert an verschiedenen Beispielen aus der Gegenwartsliteratur (u. a. von Renate Bergmann, Terézia Mora und Josefine Rieks), wie Literatur nach der Digitalisierung mit dieser Alltäglichkeit umgeht, wie sich in ihr die Formen einer „Kultur der Digitalität“ zeigen und wie sie diese reflektiert.
Elias Kreuzmair hat Neuere deutsche Literatur, Allgemeine und Vergleichende Literatur und Soziologie in München und Paris studiert. Derzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Philologie der Universität Greifswald. Er arbeitet an einem Dissertationsprojekt mit dem Titel „Zeitgenossenschaft. Zur Denkfigur des Todes in Poststrukturalismus und Pop-Literatur“, u. a. zu Michel Foucault und Jacques Derrida, Rainald Goetz und Christian Kracht. Gegenstand seiner Veröffentlichungen sind das Verhältnis von Literatur und Digitalisierung, von Literatur und Pop sowie die Idee der Universität.
Moderation: Professor Dr. Eckhard Schumacher
Philosophische Fakultät
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