„Sinnesmeer“: Neue multimediale Plattform macht den Ostseeraum sinnlich erfahrbar

„Sinnesmeer. Den Ostseeraum erfahrbar machen“ ist ein Projekt des Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum (IFZO) an der Universität Greifswald unter der Leitung von Dr. Ronny Grundig und Prof. Dr. Clemens Räthel. Die neue digitale Plattform orientiert sich an den menschlichen Sinnen: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen strukturieren den Zugang zu den Inhalten. Nutzer*innen können audiovisuelle Beiträge, Fotografien, historische Karten, Essays, Interviews und vieles mehr über eine interaktive Karte des Ostseeraums erkunden. 

„Die Ostsee verbindet Menschen seit Jahrhunderten – wirtschaftlich, kulturell und emotional. Mit dem Projekt ,Sinnesmeer‘ schaffen wir einen Raum, in dem diese Erfahrungen digital zugänglich und international teilbar werden“, sagt der Historiker und IFZO-Projektleiter Dr. Ronny Grundig.

Digitale Erinnerungsräume für den Ostseeraum
Ein besonderes Merkmal des Projekts ist seine Mehrsprachigkeit. Alle Beiträge erscheinen auf Englisch sowie in der jeweiligen Landessprache der Autor*innen. Damit verbindet „Sinnesmeer“ internationale Wissenschaftskommunikation mit regionalen Perspektiven und kultureller Vielfalt. „In Zeiten gesellschaftlicher und ökologischer Umbrüche brauchen wir neue Formen des Erinnerns und Erzählens. Die Plattform zeigt, wie digitale Technologien kulturelle Teilhabe fördern können“, erklärt die Skandinavistin und IFZO-Expertin Dr. Franziska Sajdak.

Das vom Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern geförderte Projekt wird im Rahmen der Ostseetage am 10. Juni erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. An diesem Tag geht die Plattform online. Besucher*innen des Ostseetages haben die Möglichkeit ihre Erinnerungen an die Ostsee aktiv einzubringen.

Langfristig soll „Sinnesmeer“ zu einem digitalen und kulturellen Gedächtnis des Ostseeraums wachsen. Studierende, Forschende sowie Bürger*innen können eigene Beiträge einbringen und die Plattform kontinuierlich erweitern. So bleibt das Projekt lebendig und offen für neue Perspektiven. „Erinnerungen an das Meer erzählen immer auch etwas darüber, wie wir als Gesellschaft mit Natur, Wandel und Herkunft umgehen“, sagt der Politikwissenschaftler und IFZO-Plattformmanager Dr. Martin Kerntopf.

Weitere Informationen
Zum Projekt „Sinnesmeer“
Link zum Arbeitsbereich „Kultur und Erbe“ am IZFO
Das Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) erforscht die Geschichte, Gegenwart und zukünftigen Herausforderungen des nordöstlichen Europas. Im Zentrum der Arbeit steht der Ostseeraum als geographische und politische Einheit, die durch eine Vielfalt an Kulturen, ein einzigartiges Ökosystem und eine hohe geopolitische Bedeutung geprägt ist.

Ansprechpartner an der Universität Greifswald 

Prof. Dr. Clemens Räthel
Sprecher des Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3610
clemens.raetheluni-greifswaldde

Dr. Ronny Grundig
Interdisziplinäres Forschungszentrum Ostseeraum
Bahnhofstraße 51, 17489 Greifswald
ronny.grundiguni-greifswaldde

 


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