Schwedische Akademie zu Gast an der Universität Greifswald

Auf dem Programm standen eine Führung durch das Universitätshauptgebäude und dem Auditorium Maximum durch den Greifswalder Skandinavistik-Professor Clemens Räthel. Im Mittelpunkt stand dabei die schwedische Vergangenheit der Universität. Vorgestellt wurde unter anderem der Mathematikprofessor Andreas Mayer, der 1741 nach Greifswald berufen wurde. Als Schüler des Universalgelehrten Christian Wolff verfügte er über enge Kontakte in die schwedische Regierung. Nachdem Mayer 1747 zum Rektor gewählt worden war, setzte er sich mit Nachdruck für den Neubau des Universitätshauptgebäudes ein. Dafür warb er unter anderem beim Generalgouverneur in Stralsund, dem höchsten Vertreter der schwedischen Krone in Schwedisch-Pommern, um Unterstützung.

Besonderes Interesse weckte die Präsentation historischer Matrikelkarten aus der Zeit der Pommerschen Kommission des Generalvermessungsamtes. Ivo Asmus von der Universitätsbibliothek Greifswald erläuterte die Entstehung und Bedeutung der Karten, die wertvolle Einblicke in die historische Entwicklung Pommerns und seiner Kulturlandschaft geben.

Die Königlich-Gustav-Adolf-Akademie wurde 1932 in Uppsala gegründet und zählt zu den wichtigsten wissenschaftlichen Einrichtungen Schwedens auf dem Gebiet der Volkskulturforschung. Sie fördert Forschung durch Publikationen, Tagungen, Exkursionen und Stipendien. Benannt ist sie nach König Gustav II. Adolf, der im Jahr 1631 mit seinen Truppen in Greifswald einzog und der Universität einen Schutzbrief ausstellte, der diese von den Lasten des Krieges freistellte.

Die enge historische Verbindung zwischen Schweden und Vorpommern macht Greifswald bis heute zu einem bedeutenden Ort des wissenschaftlichen Austauschs zwischen beiden Ländern. Der Besuch an der Universität Greifswald bildete den Auftakt der einwöchigen Diskussion. Weitere Stationen der Exkursion sind mitunter die Universitäts- und Hansestadt Greifswald, das Pommersche Landesmuseum, Stralsund, Rügen, Griebenow und Gützkow.

Ansprechpartner an der Universität Greifswald 
Prof. Dr. Clemens Räthel
Neuere Skandinavische Literaturen
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3610
clemens.raetheluni-greifswaldde

 


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