249 Promotionen und 9 Habilitationen: Universität Greifswald verleiht akademische Grade

„Mit ihren Forschungsleistungen tragen unsere Promovierten und Habilitierten dazu bei, Wissen zu erweitern und Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Zu diesem wichtigen akademischen Meilenstein gratuliere ich ihnen im Namen der Universität Greifswald sehr herzlich“, sagte Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel.

Die Promotionen verteilten sich auf alle fünf Fakultäten der Universität. An der Medizinischen Fakultät wurden 126 Promotionen abgeschlossen, an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät 93, an der Philosophischen Fakultät 15, an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät 14 sowie eine Promotion an der Theologischen Fakultät. Von den 249 Promotionen entfielen rund 54 Prozent auf Frauen

Besonders bemerkenswert ist die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten: Universitätsweit wurden 42 Dissertationen mit der Bestnote summa cum laude ausgezeichnet.

Wissenschaftsfreiheit und Verantwortung

Als Festredner sprach PD Dr. Martin Fritz, wissenschaftlicher Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin. Der Theologe und Religionswissenschaftler befasste sich in seinem Vortrag mit aktuellen Fragen von Religion, Weltanschauung und gesellschaftlichem Wandel und beleuchtete deren Bedeutung für demokratische Gesellschaften.

„Wissenschaftsfreiheit ist weit mehr als ein verfassungsrechtlicher Begriff. Sie ist eine demokratische Grundbedingung“, sagte Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel in ihrer Ansprache. Wissenschaftliche Erkenntnisse gerieten weltweit zunehmend unter Druck und würden immer häufiger öffentlich infrage gestellt. Umso wichtiger sei es, die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre zu schützen und zugleich die gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft ernst zu nehmen. „Wissenschaftsfreiheit ist die Freiheit zur Verantwortung“, betonte sie.

Promotionspreise für herausragende Dissertationen

Der Verein der Freunde und Förderer der Universität Greifswald verlieh während des Festaktes vier Promotionspreise für herausragende Dissertationen. Die mit 300 Euro dotierten Auszeichnungen gingen an die folgenden Preisträger*innen:

  • Dr. Alexander Heimann (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät) für seine Dissertation „Die Beurteilung von Faktenchecks nach dem Äußerungsrecht“
  • Dr. Stefanie Tanja Schuller (Universitätsmedizin Greifswald) für ihre Dissertation „Die FOXM1-abhängige Regulation der Helikase HELLS im hepatozellulären Karzinom“
  • Dr. Max Rößler (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät) für seine Dissertation „Opportunity Spaces and Development Traps of Green Transitions in Peripheral Regions: Narratives, Place Leadership, and System-Level Agency“
  • Dr. Victoria Oertel (Philosophische Fakultät) für ihre Dissertation „Nicht mehr normal? Die Narrativität philosophischer Krankheitstheorien am Beispiel von zwei Explikationen von ‘Krankheit‘ vor und nach dem Beitritt der DDR zur BRD“
     

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