Wie man einst Hebräisch lernte (Universität in der Region)

Dr. Christoph Krasemann – Foto: Kristin Szymszak
Dr. Christoph Krasemann – Foto: Kristin Szymszak

Schon kurz nach ihrem Erscheinen nutzte der sächsische Hebraist Elias Hutter (1553/4-1604/5/9) sie für seine eigene Edition einer hebräischen Bibel, die „Biblia Sacra – Derekh ha-Kodesh“ (Hamburg, 1587). Mit seiner Arbeit wollte Hutter allen Menschen das Hebräische lehren. Eine finanzielle Notlage zwang ihn jedoch, seine Bibel zu verkaufen. Somit fand sein Handexemplar den Weg nach Pommern. Zunächst im Besitz der Pastorenfamilie Balthasar, erwarb 1704 der Loitzer Pastor Christian Schröder die Bibel. Noch heute finden sich in Hutters Handexemplar zahlreiche Notizen, die äußerst wertvoll für die Forschung sind und einen Einblick in die Arbeit des Hebraisten gewähren.

Dr. Christoph Krasemann hat 2018 binational am Lehrstuhl für Altes Testament der Universität Greifswald und der niederländischen Rijksuniversiteit Groningen promoviert. Er stellt in seinem Vortrag nicht nur die bewegte Besitzgeschichte dieser hebräischen Bibel vor, sondern zeigt zudem, wie man einst Hebräisch lernte und lehrte. Anschließend besteht die Möglichkeit, die Loitzer Kirchenbibliothek zu besichtigen.


Referent: Dr. Christoph Krasemann, Alumnus der Theologischen Fakultät
Veranstaltungsort: Kirche St. Marien, Loitz
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen dieser Reihe ist frei.
 

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Telefon +49 3834 420 1150
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Organisator

  • Presse- und Informationsstelle

Veranstaltungsort

  • Kirche St. Marien, Loitz

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