Zwei Wissenschaftler der Universität Greifswald erhalten Opus Magnum-Förderung der VolkswagenStiftung

Porträt von Prof. Dr. Hubertus Buchstein, ©Kilian_Dorner
Porträt von Prof. Dr. Hubertus Buchstein, ©Kilian_Dorner
Porträt von Prof. Dr. Joachim Lege, ©Kilian_Dorner
Porträt von Prof. Dr. Joachim Lege, ©Kilian_Dorner

Die Neue Juristische Methodenlehre des Rechtswissenschaftlers Prof. Dr. Joachim Lege soll zum einen die gängigen juristischen Methoden („Subsumtion“ usw.) auf eine neue, von der Philosophie des amerikanischen Pragmatismus geprägte Grundlage stellen. Zum anderen soll der Rahmen („framing“) des Nachdenkens über Methoden erweitert werden. Dies gilt sowohl in historischer Hinsicht – bereits die antike Gerichtsrhetorik enthielt eine sehr rationale Technik zum Umgang mit Rechtsfällen – als auch im Hinblick auf Grundfragen wie die, ob es juristische „Richtigkeit“ gibt.

„Fragen der Methodenlehre beschäftigen mich schon seit meinem Studium. Besonders geprägt hat mich dabei, dass unklares juristisches Denken letztlich zum Missbrauch des Rechts führt – nicht zuletzt in der Zeit des Nationalsozialismus. Es ehrt mich sehr, dass die VolkswagenStiftung den, wenn man so will, aufkläre­rischen Ansatz meines Projekts offenbar für förderungswürdig hält“, sagt Joachim Lege, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Verfassungsgeschichte, Rechts- und Staatsphilosophie.

Für das Buchprojekt The “Man of Darkness” and the “Ugly Jew”: Carl Schmitt and Otto Kirchheimer wertet der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hubertus Buchstein bisher nicht bekanntes Archivmaterial aus, um die Beziehung zwischen Carl Schmitt (1888–1985) und Otto Kirchheimer (1905–1965) näher zu ergründen. Das Verhältnis zwischen den beiden sehr verschiedenen Theoretikern von Recht und Politik soll in seinen verwickelten theoretischen, politischen und persönlichen Dimensionen umfassend nachgezeichnet und historisch und politiktheoretisch eingeordnet werden.

„Das Verhältnis zwischen Schmitt und Kirchheimer lässt sich am besten als ein von den dramatischen politischen Ereignissen der Jahre 1925–1965 geprägtes Wechselbad beschreiben. Mit der Opus Magnum-Förderung kann ich meine 2018/19 in New York begonnenen Studien über die Beziehungen zwischen zwei bedeutenden politischen Denkern des 20. Jahrhunderts zu einem Buch für ein internationales Publikum zusammenführen", berichtet Prof. Dr. Hubertus Buchstein vom Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft.


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Opus Magnum der VolkswagenStiftung
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Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Hubertus Buchstein
Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3152
buchsteiuni-greifswaldde

Prof. Dr. Joachim Lege
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Verfassungsgeschichte, Rechts- und Staatsphilosophie
Domstraße 20, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 2150
joachim.legeuni-greifswaldde

 


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