Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Krystyna Zaorska, ohne Titel, undatiert Bleistift auf Papier, 21,1 x 29,8 cm Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, V3389 E1
Krystyna Zaorska, ohne Titel, undatiert Bleistift auf Papier, 21,1 x 29,8 cm Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, V3389 E1

Es referieren: Dr. des. Wiebke Hiemesch, Hildesheim, und Elena Vogt, Bremen
Moderation: Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann, Dekan der Philosophischen Fakultät
Musik: Mario Grabosch

Am 27. Januar 1945 wurden die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit. Etwa eine Million Menschen waren hier grausam gequält und ermordet worden, weil sie dem Bild einer auf Rassenwahn beruhenden Ideologie nicht entsprochen oder weil sie sich den Nationalsozialisten widersetzt hatten. Seit Bundespräsident Roman Herzog den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus 1996 ausrief, widmen Stadt und Universität Greifswald dem 27. Januar besondere Aufmerksamkeit. Die diesjährige Veranstaltung wendet sich der Situation von Kindern in nationalsozialistischer Gefangenschaft zu.

Auf der Grundlage von Gesprächen mit Überlebenden und wenigen erhaltenen Artefakten wird Wiebke Hiemesch einen Eindruck von den Lebens- und Leidensgeschichten der Kinder im Konzentrationslager Ravensbrück geben. Elena Vogt wird am Beispiel eines sogenannten Entbindungsheimes in Stralsund über die Schicksale von Kindern ausländischer Zwangsarbeiterinnen referieren.

Dr. des. Wiebke Hiemesch ist Erziehungswissenschaftlerin an der Universität Hildesheim. Sie wurde zum Thema „Kinder im Konzentrationslager Ravensbrück. (Über-)Lebenserinnerungen“ promoviert. Sie forscht und publiziert zur Kindheitsgeschichte im 20. Jahrhundert, insbesondere zu verfolgten Kindern im Nationalsozialismus.

Elena Vogt arbeitet als Online-Redakteurin in Bremen. Sie hat ihr geschichtswissenschaftliches Studium in Greifswald mit einer Arbeit über Kinder ausländischer Zwangsarbeiterinnen im Deutschen Reich abgeschlossen.

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Freitag, 27. Januar 2017, 19:00 Uhr
Aula der Universität Greifswald
Domstraße 11, 17489 Greifswald 


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